• Jennifer Tettenborn

3. Go Digital I/O Conference

Aktualisiert: Okt 22

Zusammenfassung der Fragen und Beiträge



Es geht um Content. Plenty spielt diesen auf Marktplätzen aus. Plenty automatisiert die Produkte der Schuhhändler. Es geht darum Schuhe zu verkaufen und Umsätze zu machen.

Zuerst ist der Content, diesen spielen wir in den Shops und Channels aus. Im Schnitt nutzt ein Händler ca. 7 digitale Vertriebskanäle.

Wenn der Schuh verkauft ist, geht es um die Bezahlung. Auch das läuft über Plentymarkets. Dann wählt das Programm das Lager aus. Es wird ein Paketpartner ausgewählt und der Artikel kommt zum Kunden.

Wir sind die Software für den Schuhhändler.



In diesem Bild wird deutlich, dass der Händler nur noch an drei Stellen selbst eingreifen muss. Alle blauen Prozessschritte übernimmt Plentymarkets für ihn.


Wie entwickelt sich die Nachfrage seit Corona? - Wir haben einen mega starken Zulauf! Es werden viele neue ERP angebunden, Synergien werden freigesetzt in Bezug auf Multichannel.

Bietet Plenty ein integriertes PIM an? - JA.

Wie sind die Retourenprozesse? So wie beim Versand, nur Rückwärts.

Macht es Sinn vorm Weihnachtsgeschäft noch mitzumachen? - Für kleinere sicher ja, für große Projekte wird es eng.

Für Amazon benötige ich eine ASIN, wie regelt Plentymarket das? - bei uns wird auch eine ASIN gespeichert.

Kann ich als Händler Kundendaten für mein eigenes CRM nutzen? - Ja, es gibt eine Schnittstelle und viele Plugins, über die die Daten exportiert werden können und es funktioniert auch CSV.

Welche WWS sind angeschlossen? - Eine Übersicht gibt es auf dem Marketplace. Oder schreibt an sales@plentymarkets.de




Wir haben vor 8 Jahren angefangen, Content für Schuhhändler zusammenzustellen und dies auf unterschiedlichen Kanälen zu nutzen.Wir können Händler über WWS und über Tradebyte anbinden. So können Händler Ihre Artikel platzieren und verkaufen.

Neben Online-Verkauf bieten auch digitale Kundenkarten und Beratungen für Händler an. In der Corona Zeit gibt es ja auch andere Themen als nur den reinen Online Verkauf. Daher bieten wir einige Zusatzservices für die Händler.


Zur Anbindung brauchen wir eine EAN, ohne EAN geht nichts. Alles andere, wie Bilder und Beschreibungen organisieren wir für die Händler, die braucht niemand mitbringen.


Würde es vor dem Weihnachtsgeschäft noch Sinn machen zu starten? Wenn man ehrlich ist, gibt es in der Schuhbranche kein Weihnachtsgeschäft. Man kann bei uns also immer starten. Wir haben auch keine Anbindungsgebühr, wir haben keine Monatsgebühr, wir haben nur eine Provision pro Verkauf. Das heißt, wir sind da sehr fair und transparent.

Wir verkaufen für den Händler auf 50 Kanälen und das in ganz Europa. Dabei übernehmen wir auch die Differenzbesteuerung. Das heißt, wir machen all in one alles für den Händler. Er bekommt einfach im Monat einmal eine Abrechnung. Er muss sich nicht um Bilder kümmern, muss sich nicht um die Versteuerung kümmern, muss keine Kundenfragen beantworten, nichts dergleichen. Das machen alles wir.


Wie sieht es bei Retouren aus? Der Händler kann alles an uns schicken. Wir haben ein eigenes Retourenlager aufgebaut. Das heißt, er kann auch Artikel bei uns einlagern, wenn er das will. Er kann seine Ware und seine Retouren bei uns einlagern.


Stellst du fest, dass bestimmte Portale besser laufen als andere? Würdest du eine Empfehlung aussprechen, worauf man sich momentan konzentrieren sollte?

Ich denke, das hängt vom Sortiment ab. Wir haben zum Beispiel gesehen, dass bei About you Kleidung sehr gut funktioniert, Kinderartikel dagegen überhaupt nicht. Der Kanal limango hingegen läuft hervorragend mit Kinderartikeln. Wenn ich nach Europa schaue, haben wir sowohl bei allegro als auch bei einigen englischen Kanälen großen Erfolg mit Schuhen. Ich glaube es hängt stark davon ab, welche Artikel und Marken verkauft werden sollen. Der Händler ist gut beraten, wenn er nicht nur auf einem Kanal verkauft, sondern auf verschiedenen Kanälen seine Artikel anbietet. Alles andere wäre zu risikoreich.


Sicher muss jeder Händler erstmal seine Erfahrungen machen, und sich in das Thema einarbeiten. Sicherlich kann keiner erwarten, schon in den ersten Monaten beachtliche Umsätze und Absätze zu generieren oder?

DOCH! Wir verkaufen auf über 50 Kanälen. Wenn man die Artikel einmal live stellt, da hat man nicht 2 oder 3 Bestellungen am Tag, sondern wir versuchen schon für den Händler hohe Volumen zu drehen und überall in Europa anzubieten und zu verkaufen und dadurch erreichen wir schon eine gewisse Schlagzahl. Ich glaube schon, dass jeder Händler aus dem Schuh- und Modebereich, der bei uns mitmacht, zwischen 5 und 30 Orders am Tag hat und das geht extrem schnell los. Die Hoffnung “ich stelle mal was rein, vielleicht kommt morgen eine Order”, die hat sich eigentlich noch nie erfüllt. Es kamen immer viele Orders.


Warum machen es dann nicht mehr Händler?

Ich glaube, die Hälfte der Händler in Deutschland will eigentlich gar nicht online sein. Und wer nicht von Herzen dabei ist, den wollen wir auch nicht überreden. Man muss sich bewusst dafür entscheiden und es dann auch durchziehen, denn die Filialen müssen ja mitmachen. Es bringt nichts, wenn der Chef sagt, wir gehen mal online aber die Filialen sagen, wir haben gar keinen Bock auf sowas, das ist schwierig.




Wie einfach sind Prozesse umzusetzen? Das Thema Simplizität geht hier in der Konferenz schon los. Wenn ich mich als Fachhändler mit dem Themengebiet beschäftige: Wie stelle ich mich als Händler in Zukunft auf, mache ich ein eigenes digital business auf, schließe ich mich an Middelware an oder gucke ich, was die Verbundgruppen mir bieten? Dann stellt sich ja dieses ganze Thema Komplexität schon.


Und was darüber hinaus noch mit zum tragen kommt ist aus meiner Sicht auch, dass wir innerhalb der Corona Zeit näher zusammengerückt sind. Und auch die Industrie beschäftigt sich vermehrt mit dem Thema Digitalisierung.

Alle sollten sich fragen, wie stelle ich mich für die Zukunft auf und kann ich ohne Digitalstrategie in Zukunft noch am Markt agieren? Vor 10 - 15 Jahren konnte sich der Händler auf sein stationäres Geschäft verlassen. Heute muss er sich mit Social Media auskennen, er muss in irgendeiner Form Newsletter verteilen, um beim Endkunden präsent zu bleiben. Er muss schauen, wie er sich präsentiert. Verkaufe ich online oder bin ich nur online präsent? Das sind Fragen die mich als Händler oder Lieferant tagtäglich beschäftigen. Und je nachdem an welcher Stelle sich Händler in dem Prozess gerade befinden, kann ich nur anbieten, dass wir mit unserem Team jederzeit für Fragestellungen und für einen Austausch zur Verfügung stehen.

Und wenn ich als Händler in diese Richtung gehe, sollte ich nicht nur den Online-Verkauf forcieren und nicht nur Volumen im Netz generieren, wenn ich mich für den Online-Verkauf entscheide, sondern auch gucken, wo ist denn unterm Strich mein Deckungsbeitrag. Das heißt, wenn ich am Online Business teilnehme, dann muss ich auch gewisse Tools und Möglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. Und das machen wir zum Beispiel mit unserem Inhouse Tool Qualibet. Das ist ein kompletter Verwaltungsbereich, in dem ich die Möglichkeit habe mir Retourenquoten pro Marktplatz anzusehen. Also ein sehr transparentes Tool. Und wir haben mit unserem Portal schuhe.de auch den Anspruch, dass wir die Fachgeschäfte mit sichtbar machen. Denn eines ist auch deutlich, wir reden immer vom Onlinehandel, doch wenn man den Studien glauben mag, werden immer noch 50 bis 70 Prozent der Verkäufe mit Schuhen im stationären Geschäft getätigt. Mit schuhe.de verbinden wir den stationären Handel mit dem Online Handel. Und wir haben bereits einige Händler, die per iframe den schuhe.de-shop auf ihrer eigenen Homepage platzieren. Und das ist sicherlich in


Verbindung mit Qualibet genau der Ansatz, den wir verfolgen sollten, denn am Ende geht es um Rentabilität. Seit einigen Monaten arbeiten


wir eng mit tamaris.com zusammen, das bietet den Händlern zusätzlich Sicherheit.


Kann ich als Händler in der Schweiz auch mit schuhe.de zusammenarbeiten?

Ja, vieles ist möglich, wie zum Beispiel das digitale Schaufenster, der direkte Verkauf leider noch nicht.


Kann man auch als Nicht- ANWR-Händler an Qualibet/Tamaris.com teilnehmen?

Ja, das können Sie. Das einzige, was Sie nicht nutzen können ist die Domain schuhe.de, die ist den ANWR-Händlern vorbehalten. Aber Sie können sich über Qualibet an die anderen Marktplätze anbinden. Wir haben bereits eine ganze Reihe Händler, die das machen.


Wie schätzt du die weitere Entwicklung von Omnichanneling in den nächsten 6 Monaten ein?

Also ich kann sagen, innerhalb der Corona Zeit haben wir etwa 150 neue Händler angebunden an unsere Prozesse und es waren auch im Nachgang viele Händler erstaunt, wie schnell das ging. Das liegt natürlich an der hervorragenden Vernetzung mit den gängigen Warenwirtschaftssystemen. Was die Zukunft betrifft, hatte ich neulich auf der Messe das Gefühl, dass die Händler wieder ein Licht am Horizont erkennen und sowas wie Optimismus herrscht, weil die Verkäufe im Herbst/Winter ganz gut angelaufen sind. Eine Prognose für die nächsten sieben, acht Wochen abzugeben mag ich nicht, ich hoffe, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird, doch wir können nicht in die Zukunft schauen. Und der einzige Weg, während einer Schließung weiter präsent zu sein, ist der digitale Weg.




Wir sind ein Dienstleister mit dem Grundgedanken, es jedem Webshop-Betreiber möglich zu machen, seinen Webshop zu einem Marktplatz zu machen. Von daher sind wir so ein Zwischending zwischen Plentymarkets, schuhe24 und schuhe.de, weil wir für den Händler sozusagen zu einem Omnichannel-System wurden. Der Händler kann über einen Kanal oder über ein System mehrere Kanäle bedienen aber gaxsys ist da als Dienstleister immer nur im Hintergrund aktiv.


Mittlerweile auch mit der Anbindung zu den g


ängigen WWS, aber auch mit Anbindung an Plentymarkets und Globalsys, damit die Händler, die schon aktiver sind, in ihren eigenen Workflows bleiben können. Denn es hat sich gezeigt, dass wenn ein Händler anfängt online zu verkaufen, wird er nicht drumherum kommen, sich in irgendeiner weise besser aufzustellen. E-Commerce wird auch nach Corona nicht weg sein. Es hat vorher eine gute Entwicklung gehabt und das wird es auch weiterhin. Viele Händler haben sich auf den Weg gemacht. Doch dann habe ich festgestellt, dass sich viele Händler wieder nur um ihr stationäres Geschäft gekümmert haben, dabei geht es aus meiner Sicht um eine Symbiose. Händler werden auf lange Sicht erfolgreich sein, wenn Sie online und stationär handeln.






Wie funktioniert die Prozesskette? Was muss ich beachten, wenn eine Bestellung reinkommt? Wie macht man das ökonomisch sinnvoll, wie schnell muss eine Retoure bearbeitet werden, wie mache ich das überhaupt?


Es ist wichtig, dass man den Prozess effektiv und schnell bearbeitet, denn je schneller ein Paket beim Empfänger ankommt, desto niedriger ist die Retourenquote.


Deshalb sollte man die Pickzeiten, die Versandzeiten und die Übergabe optimieren. Bei der Optimierung der Prozesse arbeiten wir eng mit Plenty zusammen, dass die Daten schneller reinkommen, wir schneller “raus laufen” können. Wir nutzen auch Qualibet, dort funktioniert das auch sehr gut. Wir können seit einigen Jahren Daten von APOLLON zu Gaxsys übergeben, das war die erste Schnittstelle wo wir direkt die Daten verarbeiten konnten, inzwischen klappt das bei allen Portalen.

Der Datenfluss ist das wichtigste, was zwischen den Plattformen funktionieren muss.


Wie verhält sich das mit den Retouren? Was heißt in diesem Fall effizient handeln?

Effizient handeln heißt in diesem Fall, dass wir den Artikel schnell wieder dem Lager zuführen und den Kunden entlasten. Im Grunde also folgende Vorgänge: Kontrollieren, Kunden entlasten, wieder der Plattform zur Verfügung stellen.


Macht es einen Unterschied, ob man dafür die Ladenfläche nimmt oder empfiehlt es sich dafür ein eigenes Lager zu haben?

Das kommt auf die Größe an. Wenn ich 30 bis 50 Pakete am Tag versende, dann kann ich das sicher über die Ladenfläche machen, wenn es erheblich mehr wird, sollte man darüber nachdenken, ob man Retouren auch über ein Zentrallager bearbeitet.


Roman, wie ist es dir während der Krise ergangen?

Wir haben 11 stationäre Schuhgeschäfte und vor kurzem einen neuen Store geöffnet. Wir setzen stark auf Omnichannel. Alle Schuhe, die auf der Fläche sind, verkaufen wir auch online. Das hat auch dazu geführt, dass trotz der geschlossenen Läden während des Lockdowns unsere Mitarbeiter in den Geschäften weiter gearbeitet haben und gepackt haben, für den Versand. So konnten wir sogar mehr Umsatz machen. Das ganze brauchte natürlich eine gewisse Zeit, bis alles eingespielt war. Wir nutzen Gaxsys, Connected Retail, wir haben viele Integrationen wie Plentymarkets, sind auf amazon, otto, real, fast alle Plattformen bedienen wir aktuell.

Dadurch hat sich bei uns einiges im Ablauf verändert, auch weil wir mittlerweile erheblich mehr Schuhe online verkaufen als stationär. Das ist natürlich für mich, jemanden der im Schuhhandel groß geworden ist, ein bisschen schwierig hinzunehmen, doch wir stationären Händler werden die Entwicklung nicht aufhalten können. Und ich kann jedem nur empfehlen, der noch überlegt auf den Omnichannel-Zug aufzuspringen, “tut es”. Wir stationären Händler haben in den vergangenen Jahren immer nur verloren. Ich denke an die Zeit, wo die Discounter angefangen haben Schuhe zu verkaufen, da wurde uns stationären Schuhhändlern ein Stück Kuchen genommen, sozusagen. Dann kam der Schritt wo Textilliten anfingen Schuhe zu verkaufen. Auch die haben sich an dem Kuchen der Schuhhändler bedient und wir haben Umsatzanteile verloren. Dann kam die Sneakerwelle. Auch hier haben die meisten Schuhhändler nicht partizipiert, sondern es wurde verlagert. In den letzten 15 Jahren nimmt der Onlinehandel sehr stark dem stationären Handel die Umsätze weg. Und hier können wir durch diese Programme teilhaben. Und dennoch sagen viele Händler, wir machen nicht mit, wir lassen das vorbeigehen. Und ich glaube, dass das auf Dauer nicht gut ist für uns. Deshalb haben wir vor drei Jahren die Entscheidung getroffen, sehr stark auf Omnichannel zu gehen und hatten dadurch auch jetzt den richtigen Riecher. Wir werden im Dezember und im Frühjahr weitere Stores eröffnen. Dies funktioniert nur, weil wir uns online Zusatzumsätze reinholen.

Auch Hersteller fangen an umzudenken und weg von Amazon zurück zu den Händlern zu gehen, und über diese die Umsätze wieder reinzuholen.


In Zahlen, wie viel versendet ihr? Letzte Woche hatten wir einen durchschnittlichen Versand von 3.500 Paketen pro Tag.

Da müssen eure Prozesse ja wirklich fantastisch aufeinander abgestimmt sein. Wie stemmt ihr das?

Wir haben 40 weitere Mitarbeiter eingestellt.

Wo habt ihr die besseren Renditen? Online oder stationär?

Das kommt auf die Marke an.

Permanente Marktbeobachtung ist das A und O.

Die Transparenz bei den Verfügbarkeiten ist enorm wichtig. Siehst du da Handlungsbedarf bei der Industrie?

Ja, Momentan läuft das telefonisch. Eine technische Lösung wäre sehr hilfreich!




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